Wenn man sich erkundigen muss, was ist ein Blog/block?
Dies ist meine Testlaufseite mit Quasselmist, damit ich herausfinden kann ob das alles so funktioniert.
Danke für die Aufmerksamkeit.
So, ein Stück weit ist meine/unsere Reise nun doch schon losgegangen.
Ich bin jetzt seit Donnerstag auf der Elessar, habe ein Paar Segel hochgezogen, herabgelassen. Habe meine Haut leicht angebräunt. Habe in ziemlicher Flaute auf dem Weg von Söby nach Kappeln mehrfach (na gut: zwei Mal) Schweinswale gesehen. Die Sonne glitzert kurz auf, auf ihrem gebogenen Rücken. Gut zu wissen, das sie so viel Platz haben, um vor den ganzen Schiffen einfach abzutauchen. Jetzt putze ich und tu meinen Teil dazu, dass es losgehen kann. Begreife ein Stück mehr das Leben im Hafen, wo spontan alle miteinander grillen, quatschen, lästern; Gemeinsamkeit für alle einen Wert hat. Auch wissend das über uns vielleicht der Kopf geschüttelt oder ein Prognose abgegeben wird. Ist schon o.k., so sind Menschen.
Der Frühling schmeckt schon sehr nach Sommer und erinnert mich an die ewigen Theaterferien im Sommer, wo der Job in die Ferne rückte.
Hier schaffe und tu ich, damit man nicht so träge wird. Aber man spürt schon wie sich Körper und Geist auch auf Erholung einstellen.
Es geht also am Freitag los, so oder so-bis denne
Die Sache mit der Kiste
Vor zwei Jahren, da habe ich mir einen Koffer gewünscht, nicht sone Reisetasche, nein- alles was man hat/besitzt- in einem Koffer….
Tja, nun die Reise, hier eine Kiste. Micha hat sie mir leer geräumt und ich finde sie wichtig für mich, mein kleiner privater Raum. Jetzt die Frage: was kommt hinein? Je mehr ich grüble, können die Bücher in die Regale, der Fotoapparat in die Büroecke, die Unterlagen in den Hefter…
Dann fange ich an ziemlich wahllos ein Buch zu lesen, da springt es mich an:
„Lieber Pat,
Du trafst mich dabei, wie ich ein Holzfigürchen schnitze, da sagtest du: “Warum machst du mir nicht einmal etwas?“
Ich fragte dich, was du gern möchtest, und da sagst du:“ Ein Kästchen.“
„Wozu?“
„Um allerhand hineinzutun“
„Was denn?“
„Was du eben hast“, sagtest du.
Nun, hier ist das Kästchen. Ungefähr alles, was ich habe, ist darin, und es ist nicht voll.
Leid und Aufschwung ist darin, gute Stimmungen, böse Gedanken und gute Gedanken, die Lust des Planens und etwas Verzweiflung und die unbeschreibliche Freude des Schaffens. Ganz obenauf aber alle Dankbarkeit und Liebe, die ich für dich hege.
Und das Kästchen ist noch nicht voll.
John“
Hier auf diesen Seiten, nun mein Kästchen, Koffer, Büchse …
Ich tue mit jedem Tag der Reise etwas hinein, ein bisschen Abenteuer, Liebe, Neugier, Sorge und Glück und wenn wir wieder da sind, ist die Kiste vielleicht……wir werden sehen.
So, in zwei Stunden werden nun die Leinen von Bord geschmissen, der Anker gelichtet, die Fender verstaut, dann schiffen wir über die See und fühlen uns frei und stark und unsterblich – bei einer Windstärke von zwei.
„Rettet die Seebären!“, so der Wahlspruch vom Frühstück. Wer also ein Spendenkonto einrichten möchte…..
Der Seebär: Ein possierliches Tierchen von Kleinst- bis zu gewaltigem Ausmaß. So auch seine Behausung, eine schwimmfähige Burg von der sich der Biologe noch im Streit mit Ornithologe und Zoologe befindet, ob es sich hierbei um einen schwimmenden Kobel handelt. Von Haus aus ist der Seebär brummig, übellaunig und scheut die Geselligkeit. Hierbei gibt es Ausnahmen, denn in der Paarungszeit verzichtet der Seebär gern auf seine Einsamkeit. Generell ist der Seebär das ganze Jahr hindurch paarungsbereit, findet aber schwer und oft nur durch absurde Zufälle ein Weibchen. Die Tragezeit über befindet sich das Weibchen wenig im Kobel und bevorzugt ein Eigen-heim. Der Seebär ist eindeutig vom Aussterben bedroht, da er aus seinem Lebensraum vom so genannten Yachttölpel oder dem Wochenendseegler verdrängt wird.
Liebe Leute, es geht los! Es kribbelt im Bauch…auf zu neuen Ufern!
Die Wellen sehen aus
Wie dicke Wale Buckel,
berechtigt eine Frage –
was buckeln Wale?
(besonders Buckelwale)
Jetzt ist schon Mittwoch und ich habe hier schon ganz schöne Lücken klaffen, aber es ist wirklich viel, was so um einen passiert.
Von Freitag bis Sonntagabend sind wir durchgefahren(Schlafentzug ist Folter ganz klar!). Abends in Kalmar festgemacht. Montag den Tag mit leichten Reparaturarbeiten zugebracht… zwischendurch machte die Welle zuviel Wasser(im März auf der Werft irgendwie einiges neu gemacht…an dieser Stelle liebe Grüße an Jan und die Gang), also, alles auf- die Frau Bánk macht den Drückemann für die Lenzpumpe, während Micha kopfunter und -über seine Reparaturarbeit in solcher Art verrichtet, dass alles nur noch schlimmer wird. Dann setzt die Lenzpumpe aus….gut, denke ich, die Spagetti können wir auch auf der Pier essen. Nein, ich denke: alles Wertvolle raus, wie tief ist es hier, guckt eigentlich der Mast dann noch raus, komm ich ins Fernsehen? Dann ging plötzlich alles wieder und ist bis jetzt in einem topp Zustand, sodass ich nachher die Bilch etwas anfeuchten muss. Dann sind wir Dienstagmittag weiter los durch den nördlichen Kalmarsund. Die Fotos mit der Brückendurchquerung werden zu einem zünftigen Schwedendiaabend vorgezeigt…und können doch nicht das Gefühl übertragen, welches man beim Passieren hat. Dann habe ich 6 Stunden am Ruder gesessen, nach 4 Stunden war ich auch nicht mehr ganz so nervös und habe aufgehört sofort rumzubrüllen, wenn mir jemand kurzzeitig die Sicht versperrte. Jetzt denke ich allein gegen den Wind im Erdmannstil die Welt umrunden zu können. Oder fast jedenfalls. Man spürt, dass es hier noch deutlich kälter ist. Die unterschwellige Kühle im Wind und der Geruch von Kälte….man kann das riechen, wirklich war.
Gestern haben wir in einer kleinen Bucht geankert, eine Kormoraninsel und die architektonische Meisterleistung einer Papierfabrik…. Daher auch dieser Geruch von Maische und Gülle, leicht süßlich. Egal - das erste Mal ankern. So viele Premieren! Mein Geist und Körper kann das hier alles noch gar nicht so recht fassen, reisen wir zu schnell??? Für Astralleib und Seele? Oder hat es mit dem Abschalten bei mir noch nicht geklappt??
Ich arbeite dran. Schön das Jonas noch dabei ist und halbstündlich nach etwas Essbarem verlangt, oder wie ich vermute, heimlich irgendwelche Schapps plündert. Irgendwann will ich dieses Paket Spagetti da raus holen und es ist einfach weg. Ich bin mir sicher. Eingeatmet von einer 16 jährigen Kalorienverwertungsbiomasse, die die Augen zum Himmel verdreht und fröhlich flötend am Horizont verschwindet. Weil ich immer noch mit dem Kinn auf der Brust da stehe und nicht kapiere, wie nach der Sahnetorte auch noch 4 Packungen Kekse, drei Möhren und zwei Äpfel, Knusbits und und und in dieses „Kind“ reingesaugt wird.
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Lieber Herr Lehmann, gestern hattest du Geburtstag und ich gratulier dir auf diesem Wege und wünsch dir ein gutes Jahr, mach was draus.
Der Limerick zum Sonntag hat eine Verabredung wahrgenommen und den DADA ist tischen
Wortwürger dagelassen:
Wie ich da steh
(na klar,
auf elessar)
und seh
den See
(die See?)…
Und alles aufgeklart,
damit und falls sofort parat.
Doch hier ,
nicht schier ,
verwirrt,
verwirkt
die Dirk
(der Dirk?).
Der Tampen, Leine, Strippe, Schnur –
Was mach ich nur?
Refr.
Es lenzt die Bilge,
es ruft die Plicht.
Es zwitschert der Zeising,
es killt die Gischt.
Ich schieße auf
in kleinen Buchten,
doch stopp, was suchten
denn diese Enden hier-
die Schot, die Schoten
Schotten, Schotts, Chaoten.
Ich schwimme-
zwar metaphorisch nur…
doch scheußliches Gefühl ganz pur.
DA kommt der Kapitän,
mein Herz es hüpft, wie schön!
Refr. dramatisch ansteigend
Es lenzt die Bilge,
es ruft die Plicht.
Es zwitschert der Zeising,
es killt die Gischt.
Nimmt mich leicht beiseite,
gibt neue Denke mir und Weite.
Dankbarkeit ist ein Gedanke,
wie ich den Niedergang lang wanke,
erblick ich stolpernd die Gefahrn:
Doch Käptn sagt:
„Das war bloß Seemannsgarn!“